An welchem Bein trägt man ein Brautstrumpfband – und wie hoch?
- Adéla Havlíček

- vor 3 Stunden
- 7 Min. Lesezeit
Ein Brautstrumpfband ist vielleicht eines der kleinsten Details des gesamten Hochzeitstages. Dennoch wirft es erstaunlich viele Fragen auf: An welchem Bein trägt man es eigentlich? Wie hoch sollte es sitzen? Darf es sichtbar sein? Und was, wenn es im Laufe des Tages verrutscht oder unangenehm einschneidet?
Die gute Nachricht: Beim Tragen eines Brautstrumpfbandes gibt es keine strengen Regeln, gegen die Sie verstoßen könnten. Viel wichtiger als jede Tradition ist, dass das Strumpfband angenehm sitzt, zuverlässig an seinem Platz bleibt und Sie es im Laufe des Tages kaum spüren.
Schauen wir uns also genauer an, wie Sie ein Brautstrumpfband richtig tragen, wo es sitzen sollte und woran Sie erkennen, dass Sie die richtige Größe gewählt haben.
An welchem Bein trägt man ein Brautstrumpfband?
Am rechten oder am linken?
Tatsächlich liegt die Entscheidung ganz bei Ihnen.
Es gibt keine allgemeingültige Regel, nach der ein Brautstrumpfband an einem bestimmten Bein getragen werden muss.
Auch wenn Sie auf unterschiedliche Empfehlungen und Traditionen stoßen können, ist es aus praktischer Sicht am besten, das Bein zu wählen, an dem sich das Strumpfband für Sie angenehmer anfühlt.
Das mag vielleicht zu einfach klingen, doch Sie werden den Unterschied deutlich bemerken.
Jeder Körper ist ein wenig anders, und ein Strumpfband kann an einem Bein besser sitzen als am anderen. Deshalb empfehlen wir, es vor der Hochzeit an beiden Beinen auszuprobieren. Gehen Sie einige Schritte damit, setzen Sie sich hin und stehen Sie anschließend wieder auf.
Gerade bei Bewegung lässt sich am besten erkennen, an welchem Bein es für Sie bequemer sitzt.
Auch der Schnitt Ihres Brautkleides kann eine Rolle spielen. Hat es beispielsweise einen hohen Beinschlitz, können Sie das Strumpfband am anderen Bein tragen, wenn es während des Tages nicht sichtbar sein soll. Möchten Sie es hingegen auf Ihren Hochzeitsfotos zeigen, können Sie seine Platzierung entsprechend wählen.
Das richtige Bein ist also ganz einfach dasjenige, an dem Ihr Strumpfband am besten sitzt.
Wie hoch trägt man ein Brautstrumpfband?
Bei der Höhe kommt es bereits etwas mehr auf die richtige Platzierung an.
Das Strumpfband sollte weder zu tief in der Nähe des Knies sitzen, wo es beim Gehen leicht verrutschen kann, noch unnötig hoch, wo es möglicherweise weniger bequem ist.
Als Orientierung empfehlen wir, das Brautstrumpfband etwa 10 bis 15 Zentimeter oberhalb des Knies zu tragen.
Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine zentimetergenaue Regel.
Die ideale Höhe hängt von der Form Ihres Oberschenkels, dem Material des Strumpfbandes und dem Schnitt Ihres Kleides ab. Manche Bräute stellen fest, dass ihr Strumpfband etwas weiter oben besser hält. Andere bevorzugen eine tiefere Position, weil sie sich damit den ganzen Tag über wohler fühlen.
Am wichtigsten ist, eine Stelle zu finden, an der das Strumpfband:
beim Gehen zuverlässig an seinem Platz bleibt,
nicht in die Haut einschneidet,
unter dem Kleid keine unerwünschten Konturen erzeugt,
und Sie weder beim Sitzen noch beim Tanzen einschränkt.
Das ideale Strumpfband sollte sich nach dem Anlegen beinahe wie ein selbstverständlicher Teil Ihres Outfits anfühlen. Sie sollten es im Laufe des Tages weder kontrollieren noch ständig zurechtrücken müssen.
Machen Sie vor der Hochzeit einen einfachen „Strumpfband-Test“
So wie Sie Ihre Schuhe vor der Hochzeit einlaufen, empfehlen wir Ihnen, auch das Strumpfband vorab auszuprobieren.
Und zwar nicht nur für einige Sekunden vor dem Spiegel.
Tragen Sie es ungefähr an der Stelle, an der es auch am Hochzeitstag sitzen soll, und bewegen Sie sich einige Minuten damit. Gehen Sie ein wenig umher. Setzen Sie sich hin. Stehen Sie wieder auf. Gehen Sie einige Stufen hinauf und hinunter.
Beginnt das Strumpfband langsam in Richtung Knie zu rutschen, versuchen Sie, es etwas höher zu platzieren. Spüren Sie hingegen nach einigen Minuten einen unangenehmen Druck oder schneidet es deutlich in die Haut ein, benötigen Sie wahrscheinlich eine größere Größe.
Dieser kleine Test kann Ihnen am Hochzeitstag eine jener kleinen Unannehmlichkeiten ersparen, die zwar keine Katastrophe wären, um die Sie sich an diesem besonderen Tag aber wirklich nicht kümmern möchten.
Woran erkennt man, dass das Brautstrumpfband die richtige Größe hat?
Die richtige Größe ist entscheidend, damit Sie Ihr Strumpfband den ganzen Tag über bequem tragen können.
Es muss elastisch genug sein, um zuverlässig an seinem Platz zu bleiben, darf den Oberschenkel gleichzeitig jedoch nicht zu stark einschnüren.
Deshalb sollte die Größe nicht ausschließlich anhand Ihrer üblichen Konfektionsgröße ausgewählt werden.
Deutlich genauer ist es, den Umfang Ihres Oberschenkels exakt an der Stelle zu messen, an der Sie das Strumpfband tragen möchten.
Bei den Strumpfbändern von Divinité empfehlen wir, den Oberschenkel etwa 10 bis 15 Zentimeter oberhalb des Knies zu messen. Ziehen Sie das Maßband dabei weder zu fest an, noch lassen Sie es zu locker aufliegen.
Wenn Sie Ihr Strumpfband bereits besitzen, können Sie die Passform ganz einfach überprüfen: Es sollte beim Gehen zuverlässig an seinem Platz bleiben, nach dem Ablegen jedoch keine tiefen oder schmerzhaften Druckstellen hinterlassen.
Sollte das Brautstrumpfband unter dem Kleid sichtbar sein?
Unserer Meinung nach nicht.
Ein Brautstrumpfband ist ein intimes Detail, das nicht Teil der gesamten Wirkung des Kleides sein muss. Bei alltäglichen Bewegungen sollte es daher unter dem Brautkleid verborgen bleiben.
Besonders wichtig ist dies bei Kleidern aus sehr feinen, fließenden oder eng anliegenden Stoffen. Ein auffällig verziertes Strumpfband mit größeren Perlen oder Applikationen kann sich unter einem dünnen Material leicht abzeichnen.
Wenn Sie ein sehr figurbetontes Brautkleid tragen, probieren Sie das Strumpfband idealerweise gemeinsam mit dem Kleid oder zumindest unter einem ähnlich feinen Stoff an. Manchmal genügt es bereits, das Strumpfband einige Zentimeter höher oder tiefer zu platzieren, damit es unter dem Kleid vollkommen unsichtbar bleibt.
Und dann gibt es natürlich auch den besonderen Moment, in dem Sie möchten, dass es sichtbar wird.
Das Brautstrumpfband als Teil Ihrer Hochzeitsfotos
Ein Brautstrumpfband ist längst nicht mehr nur Teil einer Hochzeitstradition. Immer häufiger wird es zu einem wunderschönen Detail des Hochzeitsmorgens und zu einem festen Bestandteil moderner Editorial-Aufnahmen.
Ihr Fotograf kann das Strumpfband allein oder gemeinsam mit weiteren Accessoires wie Parfum, Schmuck, Schuhen oder den Eheversprechen in Szene setzen. Besonders schön wirkt auch der Moment, in dem die Braut es während der Vorbereitungen anlegt.
Deshalb empfehlen wir, das Strumpfband am Morgen nicht tief im Koffer zwischen allen anderen Dingen zu verstauen.
Legen Sie es gemeinsam mit den übrigen Hochzeitsdetails für Ihren Fotografen bereit. Auch wenn es im Laufe des Tages niemand mehr zu sehen bekommt, kann es auf den Fotografien zu einem jener feinen Details werden, die Sie später an die besondere Atmosphäre des gesamten Morgens erinnern.
Wann sollte man das Brautstrumpfband anlegen?
Idealerweise während der morgendlichen Vorbereitungen, noch bevor Sie Ihr Brautkleid anziehen.
Das ist praktischer und zugleich deutlich bequemer, als das Strumpfband erst dann anzulegen, wenn Sie bereits mehrere Lagen Unterröcke, Tüll oder eine lange Schleppe tragen.
Wenn Sie den Moment des Anlegens fotografisch festhalten möchten, sprechen Sie dies am besten vorab mit Ihrem Fotografen ab. Sie können das Strumpfband erst anlegen, sobald er beginnt, Ihre Vorbereitungen zu dokumentieren.
Und noch ein praktischer Tipp: Wenn Ihnen ein wirklich langer Hochzeitstag bevorsteht, sollten Sie jederzeit die Möglichkeit haben, das Strumpfband abzulegen.
Traditionen sind wunderschön. Ihr Wohlbefinden ist jedoch wichtiger.
Muss ein Brautstrumpfband blau sein?
Nein, das muss es nicht.
Blau wird häufig mit Brautstrumpfbändern verbunden, da es eine schöne Möglichkeit bietet, das traditionelle „Etwas Blaues“ in den Hochzeitstag zu integrieren. Es ist ein zauberhaftes Detail, aber keinesfalls eine Pflicht.
Ein Strumpfband kann reinweiß oder elfenbeinfarben sein, mit Perlen oder zarter Spitze verziert oder durch goldene beziehungsweise silberne Details ergänzt werden.
Entscheidend ist vor allem, was Ihnen persönlich gefällt.
Manche Bräute wählen ein sehr dezentes Strumpfband, das harmonisch zu ihrem Kleid passt. Andere entscheiden sich bewusst für ein auffälligeres Modell, das zu ihrem ganz persönlichen, unter dem Brautkleid verborgenen Geheimnis wird.
Und genau darin liegt für uns sein besonderer Zauber.
Niemand sonst muss es sehen, damit es für Sie eine Bedeutung hat.
Ein Strumpfband oder zwei?
Das hängt davon ab, welche Rolle das Strumpfband an Ihrem Hochzeitstag spielen soll.
Wenn Sie es ausschließlich als persönliches Accessoire tragen oder später als Erinnerung aufbewahren möchten, genügt selbstverständlich ein Strumpfband.
Planen Sie jedoch den traditionellen Hochzeitsbrauch, bei dem das Strumpfband im Laufe des Abends abgenommen und Teil des Programms wird, können Sie zwei Strumpfbänder in Betracht ziehen.
Eines kann für die Hochzeitstradition bestimmt sein, während das andere Ihnen als persönliche Erinnerung bleibt.
Gerade bei einem handgefertigten oder aufwendig verzierten Strumpfband wäre es schade, sich ausgerechnet von jenem Modell trennen zu müssen, das Sie so sorgfältig für Ihren Hochzeitstag ausgewählt haben.
Wie wählt man das richtige Brautstrumpfband aus?
Wie bei allen anderen Brautaccessoires empfehlen wir, das Strumpfband nicht ausschließlich danach auszuwählen, was gerade im Trend liegt.
Betrachten Sie zunächst Ihr Brautkleid und den gesamten Stil Ihrer Hochzeit.
Zu einem minimalistischen Kleid kann ein auffälligeres, mit Perlen oder von Hand applizierten Blüten verziertes Strumpfband einen wunderschönen Kontrast bilden. Zu einem romantischen Spitzenkleid passt hingegen häufig ein dezenteres Modell, das nicht mit den Verzierungen des Kleides konkurriert.
Wenn Sie die Tradition des „Etwas Blauen“ aufgreifen möchten, können Sie sich für ein blaues Brautstrumpfbandentscheiden, das diesen Brauch in ein feines, elegantes und unter dem Kleid verborgenes Detail verwandelt.
Das Strumpfband gehört zu den wenigen Brautaccessoires, die Sie wirklich nur für sich selbst auswählen dürfen.
Es muss nicht zur Hochzeitsdekoration passen.
Ihre Brautjungfern müssen es nicht gutheißen.
Und niemand außer Ihnen muss es jemals zu Gesicht bekommen.
Es genügt, wenn es ganz Ihnen entspricht.
Das Wichtigste zum Schluss
Am rechten oder am linken Bein? Ganz wie Sie möchten.
Viel wichtiger ist es, eine Stelle zu finden, an der das Strumpfband zuverlässig sitzt und sich angenehm tragen lässt. Als Orientierung empfehlen wir eine Position etwa 10 bis 15 Zentimeter oberhalb des Knies – die ideale Höhe ist jedoch immer individuell.
Probieren Sie das Strumpfband bereits vor Ihrem Hochzeitstag an, bewegen Sie sich einige Minuten damit und vergewissern Sie sich, dass Sie die richtige Größe gewählt haben.
Denn das beste Brautstrumpfband ist nicht dasjenige, das im Laufe des Tages von anderen am meisten bewundert wird.
Es ist dasjenige, das Sie selbst für einige Stunden vollkommen vergessen können.
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Von zarten, minimalistischen Modellen über perlenverzierte Strumpfbänder bis hin zu ausdrucksstarken, von Hand veredelten Designs. Jedes einzelne entsteht mit besonderem Augenmerk auf feinste Details und den Tragekomfort der Braut.
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